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Mobilität Abgasskandal kostet VW Marktanteile bei Firmenwagen

Von Philip Vetter | Stand: 09.04.2017 | Lesedauer: 2 Minuten
BERLIN, GERMANY - MARCH 08: A demonstrator wears a respiratory mask reading 'Diesel Causes Cancer' in German outside of a German federal parliament, or Bundestag, hearing on the Volkswagen (VW) emmissions scandal attended by German Chancellor Angela Merkel, on March 8, 2017 in Berlin, Germany. The hearing was expected to concentrate on the relationship between Merkel, a staunch defender of her country's auto industry, and Volkswagen's former Chief Executive Martin Winterkorn, as well as how much she knew of the company's tampering with some of its cars' diesel engines to activate emissions test software only when the vehicles were subjected to examination. The ensuing scandal has analysts estimating the cost to the company tens of billions of dollars. (Photo by Adam Berry/Getty Images) BERLIN, GERMANY - MARCH 08: A demonstrator wears a respiratory mask reading 'Diesel Causes Cancer' in German outside of a German federal parliament, or Bundestag, hearing on the Volkswagen (VW) emmissions scandal attended by German Chancellor Angela Merkel, on March 8, 2017 in Berlin, Germany. The hearing was expected to concentrate on the relationship between Merkel, a staunch defender of her country's auto industry, and Volkswagen's former Chief Executive Martin Winterkorn, as well as how much she knew of the company's tampering with some of its cars' diesel engines to activate emissions test software only when the vehicles were subjected to examination. The ensuing scandal has analysts estimating the cost to the company tens of billions of dollars. (Photo by Adam Berry/Getty Images)
Die Bedenken in der Bevölkerung gegen Diesel-Fahrzeuge nehmen offenbar zu

Quelle: Getty Images

Die VW-Affäre wirkt sich nun auch auf den Markt für Dienstwagen aus: Volkswagen verkauft weniger Autos an die Fuhrparks. Die Konkurrenz versucht, das auszunutzen. Ein spezielles Problem hat der Diesel.

Volkswagen hat 2016 deutlich weniger Dienstfahrzeuge verkauft als im Vorjahr. Laut Zahlen des auf das Flottengeschäft spezialisierten Marktforschungsunternehmens Dataforce verkaufte die Kernmarke VW 2016 knapp zwei Prozent weniger Dienstwagen, während der Gesamtmarkt um mehr als 5,3 Prozent wuchs.

Betrachtet man nur die Firmenautos mit Dieselantrieb, fällt das Minus noch deutlicher aus: VW verlor in diesem Segment 7,3 Prozent, während der Gesamtmarkt um 1,2 Prozent zulegte. Der Trend setzt sich auch im laufenden Jahr fort: „Im Februar dieses Jahres ist der Anteil der Neuzulassungen von VW im Flottenmarkt doppelt so stark gesunken wie der Gesamtmarkt“, sagte der Vorstandschef des Bundesverbands Fuhrparkmanagement, Marc-Oliver Prinzing.

Die Dienstwagen der Teilnehmer des deutschen Städtetags stehen am 22.02.2017 vor dem Rathaus in Osnabrück (Niedersachsen). Es treffen sich rund 120 Stadtoberhäupter und andere Kommunalpolitiker. Themen sind unter anderem die Sicherheit in den Städten und aktuelle Herausforderungen für die Sparkassen. Foto: Friso Gentsch/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Die Dienstwagen der Teilnehmer des deutschen Städtetags

Quelle: dpa

Als Ursache wird neben dem Abgasskandal bei Volkswagen auch die Diskussion um mögliche Fahrverbote in Städten vermutet. „Es gibt bei einigen Unternehmen eine Verunsicherung beim Thema Diesel“, sagte Prinzing. „Die Unternehmen kommen auf uns zu und fragen, ob es wirtschaftliche Alternativen zum Diesel gibt.“

Kunden wollen keine Diesel mehr kaufen

Bei VW sieht man die Ursache für den Rückgang im Geschäft mit Firmenwagen nicht im angeschlagenen Image. Sie liege vielmehr im Modellmix: Im Vorjahr habe sich ein neuer Passat sehr gut verkauft, es sei normal, dass diese Absatzzahlen nicht zu halten seien. „Einen negativen Einfluss der Diesel-Krise oder der etwaigen Verunsicherung unserer Diesel-Kunden konnten wir bislang nicht nachhaltig feststellen“, sagt ein Sprecher.

Allerdings räumt er ein, dass „vor dem Hintergrund der Diesel-Krise alle relevanten Wettbewerber der Marke Volkswagen 2016 die Chance ergriffen, durch attraktive Angebote Marktanteile zu erobern“.

Bislang leidet im Volkswagen-Konzern ausschließlich die Kernmarke VW unter dem Absatzproblem bei den Dienstwagen. Die ebenfalls in den Abgasskandal verwickelte Schwestermarke Audi konnte ihren Anteil am Flottenmarkt im vergangenen Jahr sogar um einen halben Prozentpunkt auf 13,6 Prozent steigern.

Insgesamt sinkt der Anteil der Diesel-Neuzulassungen am Flottenmarkt. Während noch im Jahr 2011 knapp 76,4 Prozent aller neu zugelassenen Dienstwagen Diesel waren, liegt der Wert fünf Jahre später bei nur noch 71,4 Prozent.

In Italien fahren die Polizisten nun Luxusschlitten

In Italien sind Polizeibeamte künftig in einem Lamborghini Huracan unterwegs. Der neue Dienstwagen fährt bis zu 300 Stundenkilometer schnell und wurde nun in Rom vorgestellt.

Quelle: N24

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HK
vor 2 Tagen
GE gibt seine VW Wagen ab und nimmt alternative Marken. 5000 Wagen weniger, so etwas schmerzt.

BA
vor 3 Tagen
Es geht hier nicht um Diesel, oder Japaner oder sonst was, es geht um eine Abhandlung des Skandals durch VW, der den eigentlichen Skandal noch übertrifft. Zumindest, was europäisch Betroffene angeht. Was diese Management sich da um Müller, Ruppert Stadler und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten erlaubt, ist unterirdisch und zwingt förmlich dazu, dieses Produkt in Zukunft zu meiden. VW ist nur anzuraten, um verlorengegangenes Vertrauen wieder zurück zugewinnen, die komplette Führungsebene, Vorstand, radikal auszutauschen und wieder um Kunden werben.

UW
vor 3 Tagen
Warum muss es eigentlich ein Diesel sein? Wer mal einen Toyota Auris oder Yaris Hybrid gefahren hat, der will nie wieder Diesel fahren. Wenn VW clever wäre, würde es den Golf und den Passat mit plug in Hybrid forcieren.

UL
vor 3 Tagen
Es wird Zeit, diese Subventionen für BMW, Mercedes, VW und Co. abzuschaffen..... Wie? Subventionen für Autos? Für Dienstwagen werden keine Mehrwertsteuer bezahlt und sie sind steuerlich absetzbar. Dies bedeutet, ein Firmenwagen kostet unter 60% von dem, was der normale Autofahrer bezahlen muss. Bezahlen tut also der Steuerzahler, wenn der Mercedes S-Klasse vom Manager anstatt 100.000€ nur 58000€ kostet....oder der Audi A4 vom Aussendienstler anstatt 50.000 nur 28.000€ kostet... Und das sind keine Subventionen? Über 75% der Mercedes E-Klasse, 5er BMW oder Audi A6 sind Firmenwagen....bei Passat Kombi und AudiA4 Kombi sieht es genau so aus.....alles vom Steuerzahler subventionierte Fahrzeuge....

AS
vor 3 Tagen
Auch beim Golf sind an die 80 % der Neuzulassungen Firmen-oderDienstwagen. Wenn aber alle Subventionen. Dazu zählen auch Beamtenpensionen z. B. Jetzt wirds wieder ruhiger...

WS
vor 3 Tagen
Wir kaufen für unsere Firma wieder Diesel-Golf, den VW kann sich gar nichts mehr erlauben in Punkto Schummel-Diesel.

FT
vor 3 Tagen
Normalerweise darf hier in Europa niemand mehr einen VW kaufen. Solange bis der Konzern endlich auch hier in Europa den gleichen Schadensersatz zahlen wie in den USA

PH
vor 3 Tagen
Ich gehöre zu Generation Golf und hatte immer VW und später Audi. Für mein Unternehmen galt das gleiche es wurden nur VW und Audi für denFuhrpark angeschafft. Nachdem Dieselskandal und der Art und Weise wie VW damit umgegangen ist und auch die Arroganz mit der sie mich als Kunden behandelt haben - werde weder ich noch meine Mitarbeiter in einem Fahrzeug der VW AG sitzen. Und das nie mehr. Wenn ich meine Kunden so behandeln würde wäre ich schon Pleite. Für das Geld was mittlerweile ein VW kostet kann ich mir auch ein Fahrzeug im Premiumsegment einer anderen Marke kaufen. Vielleicht wollen die ja mein Geld.

HH
vor 3 Tagen
Wie man es dreht und wendet, - ob VW Hauptakteur beim Diesel-Abgastricksen war - oder "alle" Hersteller getrickst haben, nur eben geschickter, bleibt sich gleich: das VW Management unter Martin Winterkorn und seinem damaligen Top-Mann Matthias Müller haben VW in die Lage manöveriert, sprachlich das "Synonym" für die Betrügereien zu sein. In dieser Hinsicht war VW "das Original" (statt "das Auto").

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