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Eurowings-Passagiere sitzen in Thailand fest

Probleme bei Eurowings: Planmäßig sollten mehr als 300 Urlauber aus Phuket am Dienstag in Köln landen. Doch der Airbus A330 hat technische Probleme. Auf Facebook beschweren sich Passagiere über miserable Kommunikation und Unterbringung in verschimmelten Hotelzimmern.

 A330-200 der Eurowings im Hangar

Der in Phuket betroffene Airbus A330-200 der Eurowings: Hier steht die Maschine im März 2016 noch zur Umrüstung bei der Lufthansa Technik in Hamburg

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Erneut kommt es bei einem Langstreckenflug von Eurowings zu einer erheblichen Verspätung. Inzwischen dreht es sich nicht mehr um Stunden, sondern um Tage. Auf der thailändischen Ferieninsel Phuket nimmt der Urlaub von 303 Passagieren der Eurowings ein bitteres Ende. Statt am Dienstagmorgen wie geplant um 6.40 Uhr ihren zwölfstündigen Rückflug nach Köln anzutreten, hängen die Fluggäste in Thailand fest.

Nach Angaben der Fluggesellschaft war zunächst der Geschwindigkeitsanzeiger defekt und musste ausgetauscht werden. Zwischenzeitlich wurden die Passagiere in Hotels untergebracht. Anschließend trat ein Fehler an der Hilfsturbine des Airbus auf. Wieder konnte die Maschine nicht zur Startbahn rollen. Und an Unterkünften für die betroffenen Passagiere scheint es zu mangeln. "Wir mussten in einem schimmeligen Hotel übernachten", beschwert sich die Bochumerin Nadine, wie die "WAZ" berichtet. In den sozialen Netzen machen sich die Gestrandeten Luft. Andere sprechen laut "Express" von einer Unterkunft mit Kakerlaken.

Ärger über Eurowings: "Es wird nichts kommuniziert"

Ärgerlich ist auch der miserable Informationsfluss, den die Passagiere von einer Tochterfirma der Lufthansa nicht erwartet haben. "Es wird nichts kommuniziert, die Zustände sind unzumutbar. Essen und Trinken sind Mangelware", sagt Nadine vor Ort in Phuket. Ein Pressesprecher von Eurowings behauptet dagegen: "Wir informieren und betreuen die Gäste in Phuket bestmöglich."

Dass die Zustände am Flughafen in Phuket chaotisch sind, davon spricht auch der Unternehmenssprecher des Portals FairPlane: "Fotos aus Thailand zeigen, dass bereits die Polizei am Flughafen im Einsatz ist, um die Situation zu beruhigen."


Aus Kuba mit 68 Stunden Verspätung

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Langstrecken-Airbus von Eurowings festhängt. Anfang des Jahres war ein Eurowings-Flieger aus Kuba erst mit 68 Stunden Verspätung in Köln gelandet. Weitere Flüge hatten mehr als drei Stunden Verspätung. Wegen der Monster-Verspätungen wurde der Flugplan inzwischen entzerrt und die vorgesehenen Erstflüge von Köln nach Boston auf Juni und nach Miami auf September verschoben. Die angekündigten Strecken nach Dubai und Teheran wurden ganz gestrichen.

Bei dem Phuket-Flug EW121 handelt es sich neben Bangkok um das zweite Ziel von Eurowings in Thailand. Dabei kommt jetzt der dritte Airbus vom Typ A330-200 zum Einsatz, der erst im April zu der kleinen Flotte gestoßen ist. Bei der Maschine mit der Registrierung D-AXGC handelt es sich um ein zwölf Jahre altes Flugzeug, das zuvor für Eva Air im Einsatz war und jetzt für Eurowings umgerüstet wurde. Doch schon bei dem ersten Flug für den Billigflieger der Lufthansa nach Thailand erwies sich das Flugzeug als störanfällig.

Kleiner Trost für die Passagiere

Nach der EU-Verordnung 261/2004 steht Passagieren bei Verspätungen von mehr als drei Stunden auf Strecken von mehr als 3500 Kilometern eine Entschädigungszahlung in Höhe von 600 Euro zu. Doch das hilft ihnen im Moment wenig. Andere Passagiere können sich dagegen über einen weiteren Urlaubstagen freuen. 

Die Fluglinie versucht, die Gestrandeten auf Flüge anderer Airlines umzubuchen. Doch "wir sind natürlich auf die Kapazitäten der anderen Airlines angewiesen", so ein Sprecher. Im Gespräch mit dem stern sagte er, dass inzwischen die meisten Passagiere umgebucht seien: "Jeder Verspätung ist eine zu viel."

Doch wann der Airbus wieder abheben kann, bleibt unklar. Einige der Betroffenen dürften eine zweite unfreiwillige Nacht in Thailand verbringen. Nach Angaben von flightradar24.com lautet die Abflugzeit des Fluges EW121 Phuket-Köln am Mittwochabend thailändischer Zeit: "unkown". Die Odyssee für die Passagiere hat noch kein Ende.

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  Die orangenen Flugzeuge mit dem lachenden Mund unter dem Cockpit dominierten bis 1988 die Flughäfen an der US-Westküste. Zur Flotte von Pacific Southwest Airlines (PSA) gehörten zu Hochzeiten mehr als 60 Maschinen. Doch 1987 fusionierte die in San Diego beheimatete PSA mit US Airways an der Ostküste, die wiederum 2013 von American Airlines geschluckt wurde.

Die orangenen Flugzeuge mit dem lachenden Mund unter dem Cockpit dominierten bis 1988 die Flughäfen an der US-Westküste. Zur Flotte von Pacific Southwest Airlines (PSA) gehörten zu Hochzeiten mehr als 60 Maschinen. Doch 1987 fusionierte die in San Diego beheimatete PSA mit US Airways an der Ostküste, die wiederum 2013 von American Airlines geschluckt wurde.


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