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Gesunde ErnährungFett schützt das Gehirn
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Alzheimer, Demenz, Omega-3-Fettsäure
Colourbox.de Die Wissenschaft könnte schon bald die gefürchtete Volkskrankheit Alzheimer aufhalten.

Was Sie essen, kann vor Bluthochdruck bewahren, Alzheimer verhindern, aber auch Gicht auslösen. So hält Sie die richtige Kost gesund oder lindert Symptome.

Herzinfarkt und Schlaganfall, Demenz, Krebs, Diabetes – bis zu 80 Prozent aller Erkrankungen könnten einer falschen Ernährung geschuldet sein, vermuten manche Wissenschaftler.

Die Schätzungen gehen weit auseinander, doch fest steht: Immer mehr Menschen in den westlichen Industrienationen essen sich krank. Umgekehrt könnte eine gesunde Ernährung viel Leid ersparen.

Nordisch oder mediterran

In Deutschland leben gut 1,5 Millionen Demenzkranke, zwei Drittel leiden an Alzheimer. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft schützt die Omega-3-Fettsäure DHA vor der Erkrankung, weil sie die Bildung der Eiweiß-Plaques zwischen den Nervenzellen verhindert. „Sie ist die häufigste ungesättigte Fettsäure im Gehirn und reichert sich lebenslang dort an“, erklärt Tobias Hartmann.

Der Neurobiologe erforscht an der Universität des Saarlandes, ob Demenzerkrankungen vorzubeugen ist. „Eine DHA-reiche Ernährung allein verhindert Alzheimer nicht, kann das persönliche Risiko aber verringern.“

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Hartmann empfiehlt mediterrane Kost oder die „nordische Diät“ mit Vollkornprodukten, Gemüse, Beeren und Fisch. Natürlicher Lachs sei eine sehr gute Quelle, denn er enthält, verglichen mit anderen Fischarten, nur wenig Quecksilber. Da 100 Gramm die DHA-Mindestmenge für fünf Tage liefern, rät Hartmann zu einer bis zwei Portionen Lachs pro Woche.

Studien deuten darauf hin, dass auch pflanzliche Sterine vor Demenz schützen, etwa Stigmasterol aus Aubergine, Zucchini und Avocado. „Es ist die wirksamste Pflanzensubstanz, die wir getestet haben“, bestätigt Hartmann, „doch an die Wirkung von DHA reicht es nicht heran.“

Schwache Beweislage

Wie DHA im Gehirn die Plaque-Entstehung beeinflusst, ist allerdings unklar, deshalb hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die „Leitlinie Demenzen“ 2016 aktualisiert: Die Beweislage sei zu schwach, um daraus Ernährungsempfehlungen abzuleiten. Bis eindeutig geklärt ist, ob Fisch vor Alzheimer schützt, liegt mit einer ausgewogenen Ernährung aber niemand falsch.

Die Risikofaktoren für Demenz sind schließlich dieselben wie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Übergewicht, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Typ-2-Diabetes – alle vermeidbar durch eine gesunde Lebensweise.

Lange glaubten Fachleute, Fisch schütze auch vor multipler Sklerose. Norwegische Forscher veröffentlichten jedoch eine Studie, nach der ausschließlich pflanzliche Fettsäuren der chronischen Erkrankung des Nervensystems vorbeugen. Als besonders wirksam stellte sich Alpha-Linolensäure heraus, die in Leinöl und Leinsamen, aber auch in Walnüssen, Raps- und Hanföl steckt.

Alzheimer, Demenz, Omega-3-Fettsäure
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Leser-Kommentare (1)

16.02.2017 | Iris Gläser

Keine bestimmte Diät

Man muss nicht nordisch oder mediterran oder japanisch essen, um gesund zu sein, sondern ausgewogen. Was der Körper von welchen Lebensmitteln braucht, ist ausschlaggebend. Nicht umsonst heißt es in Ihrem Text "wir Westler" erkranken. Wenn man, wie die wenigsten, ein familiäres Risiko für eine Erkrankung trägt, kann man immer noch, zusätzlich zur gesunden Ernährung, bestimmte Lebensmittel öfter auf den Speiseplan holen. Da Demenz nicht immer Alzheimer ist, weiß man außerdem noch nicht, was genau denn bei den einzelnen Arten wirklich schiefgeht im Gehirn. Gesund essen ist aber eine gute Basis dafür, all die gefährlichen Erkrankungen vielleicht zu umgehen. Denn gemeinerweise braucht man auch immer ein wenig Glück dazu.

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