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Dämm-RechnerSo berechnen Sie, wann sich Dämmen für Ihr Haus lohnt
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Dämmen, Dämmung, Renovierung, Sanierung, KFW-Förderung, Energiesparen, Wärmedämmung
dpa/Oliver Berg FOCUS Online rechnet vor wann sich das Dämmen Ihres Hauses auszahlt

Ein ungedämmtes Haus darf man in Deutschland kaum noch bauen. Auch Nachrüstungen liegen im Trend. Dabei ist die Dämmung vor allem eins: teuer. FOCUS Online rechnet vor, wann sich die Maßnahmen rentieren.

Dämmvorhaben sind teuer. Dafür sollen sie Energiekosten einsparen. Doch die Rechnung geht nicht immer auf. FOCUS Online rechnet Ihnen vor, wann sich Dämmen für Ihr Haus lohnt.

Dämmbeispiel 1: Reihenhaus, 80 Quadratmeter, Baujahr 1978

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dpa/Sebastian Gollnow Ein Einsatzwagen der Spurensicherung steht in Celle vor einem Haus.

Das Dachgeschoss dieses Hauses wird als Lagerfläche genutzt. Außerdem hat die Immobilie ein zweischichtiges Mauerwerk mit Luftspalt und ein Spitzdach. Die Ölheizung stammt noch aus dem Baujahr. Gedämmt werden soll in den nächsten drei bis sechs Monaten.

Rechnung: Bei dem Beispielhaus empfiehlt sich eine Kellerdeckendämmung. Die Investitionskosten liegen bei 4500 Euro. Von der KFW erhalten Sie einen Zuschuss von 450 Euro. Nach 20 Jahren beträgt die Energieersparnis 6100 Euro. Durch das Dämmen sparen Sie nach 20 Jahren also abzüglich der Investition 2100 Euro.

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Erklärung zum Mauerwerk: Häuser mit Baujahr zwischen 1860 bis 1990 wurden oft zweischalig gebaut. Es gibt eine Innen- und eine Außenwand mit 11,5 Zentimeter Stärke. Zwischen den Mauern ist ein fünf bis acht Zentimeter dicker Luftspalt. Ein quer gemauerter Ziegel oder Draht verbindet die Wände.  Die Technik war materialsparend, funktionierte als Wärmedämmung und Schlagregenschutz. Ob auch Ihr Haus zweischalig gebaut ist, erkennen Sie an der Dicke der Wände. Messen Sie dafür mit einem Zollstock nach. Sind die Wände 32-34 Zentimeter oder 44-46 Zentimeter dick, ist es zweischalig gebaut.

Hier rechnen Sie die Werte für Ihr eigenes Haus aus:

FOCUS Online Dämmungsrechner

Dämmbeispiel 2: Doppelhaushälfte, 120 Quadratmeter, Baujahr 1992

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Colourbox Eine klassische Doppelhaushälfte mit bewohntem Dachgeschoss

Die dreistöckige Doppelhaushälfte hat 120 Quadratmeter und stammt aus dem Jahr 1992. Im Dämmrechner müssen Sie in diesem Fall das Reihenendhaus auswählen. Das Haus hat ein Schrägdach und das Dachgeschoss wird bewohnt. Auch in diesem Haus wurde ein zweischichtiges Mauerwerk gebaut. Sie nutzen noch die 1992 eingebaute Gasheizung und möchten ebenfalls in sechs bis zwölf Monaten mit der neuen Dämmung beginnen.

Rechnung: Der Dämmrechner empfiehlt bei dem Beispiel eine Dachdämmung. Dadurch verbessert sich der Wärmeschutz des Daches um 44 Prozent. Die Kosten liegen bei 4400 Euro. Die KFW zahlt hier keinen Zuschuss. Nach 20 Jahren haben Sie abzüglich Ihrer Investitionskosten 1500 Euro an Heizkosten eingespart.

Dämmbeispiel 3: Einfamilienhaus, 160 Quadratmeter, Baujahr 2004

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dpa/BDF/WeberHaus Manche Bungalows lassen sich bei Bedarf aufstocken - und bieten so mehr Platz, etwa wenn Kinder kommen.

Der freistehende Bungalow mit Flachdach misst 160 Quadratmeter und wurde 2004 gebaut. In dem noch neueren Bau gibt es keinen Luftspalt. Sie heizen auch nicht mit Öl oder Gas, sondern seit Erstbezug mit Pellets. Die Dämmung des Hauses kann noch mindestens 12 Monate warten.

Rechnung: Der Dämmrechner empfiehlt für dieses Objekt eine Fassadendämmung. Die Investitionskosten sind mit 20.300 Euro hoch. Der KFW Zuschuss beträgt 2030 Euro. Nach 20 Jahren haben Sie dafür 1300 Euro Heizkosten gespart.

Das sagt die Expertin zum Dämmen

"Der Gedanke an eine neue Dämmung lohnt sich, wenn Sie gerade sowieso Instandsetzungsmaßnahmen wie einen Anstrich oder Putzausbesserung an Ihrem Haus vornehmen", rät Astrid Kloos, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Eigentümer würden auch dämmen, wenn sie hohe Energiekosten haben, Kälte von der Wand abstrahlt oder sich Schimmel bildet. Der entstehe bei kalten Innenoberflächen zwischen zwölf und 14 Grad.

"Eine Dämmung rechnet sich durch die Energieersparnis nach 15 bis 30 Jahren", sagt Kloos. Das komme auf die Bauweise und das Baujahr des Gebäudes an. Die Dämmung halte dann mindestens 30 Jahre und müsse nicht abgerissen werden. Sie könne verstärkt oder aufgedoppelt werden.

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FOCUS Online Statt Dämmen: Mit dieser einfachen Technik sparen Sie viel Geld beim Heizen
pxt
 

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Leser-Kommentare (17)

27.03.2017 | Petra Weper

Die Folgen

Ein gegenüberliegendes Mehrfamilienhaus (Baujahr 1970) wurde vor 8 Jahren gedämmt. Anfangs sah es toll aus. Heute erkennt man überall häßliche Schimmelflecken. Oben am Giebel haben Vögel Löcher in die Fassade gehackt und fliegen dort ein und aus...

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24.03.2017 | Jan Lanc

finde Dämmung

nachträglich anzubringen leider viel zu teuer. Denke das sich das für die wenigsten wirklich rechnet.

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24.03.2017 | Ulrich Bethmann

Und die meiste

Dämmung ist Sondermüll! Man lebt in einem solchen Haus wie in einem Kühlschrank und Schimmel bildet sich nicht nur wie im genannten Beispiel, sondern natürlich auch, wenn nicht absolut korrekt gelüftet wird! Diese ganzen sog. Spezialisten sollten mal zur Probe in einem alten Fachwerkhaus wohnen! Da haben sie das beste Raumklima, etwas höhere Heizkosten aber fühlen sich wohl. Alles Geldmacherei!

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24.03.2017 | Frank Böhm

Vor drei Jahren wollte ich mein

Haus neu streichen lassen. Dämmen kam mir natürlich auch sofort in den Sinn. Angebot von 7 Firmen machen lassen und alle, wirklich alle Firmen haben von einer Dämmung abgeraten. Bei einem gut gekämmten Haus musste eine el. gesteuerte Entlüftungsanlage eingebaut werden wegen Schimmel obwohl 5x am Tag gelüftet wurde. Erst für 16000 Euro gedämmt dann für rund 20000 Euro Anlage. Bei meinem Nachbar fängt mittlerweile das 2. Zimmer zu schimmeln an trotz regelmäßigen Lüftens. Mir wurde gesagt dass ein Haus atmen muss und am besten die alten Holzfenster waren. Lieber paar Euro mehr fürs Heizen dafür hat man Zirkulation und Schimmel bleibt aus. Ich habe nicht gedämmt.

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24.03.2017 | Ulrich Gürtler

Effektivitätsüberprüfung

Es ist sehr empfehlenswert sich in den Veröffentlichungen des Frauenhofer-Institutes für Bauphysik zu informieren.Da bekommt man eine Reihe höchst informativer Hinweise und weis dann was tun sollte und was nicht.

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24.03.2017 | Paul Merlin

Die Beispiele zeigen vor allem eines: Dämmung ist

ein teurer Unsinn. 1500 EUR Einsparung auf 20 Jahre, d. h. also 75 EUR Einsparung pro Jahr oder rd. 7,00 EUR pro Monat. Ein mehrfaches dieses Betrags ließe sich schon durch eine schlichte Änderung des Lüftungsverhaltens erreichen. Aber es kommt ja noch doller. Die Dämmung macht das Haus anfälliger, z. B. gegen Beschädigungen durch Vögel, Steinwürfe und Schimmelbildung Ggf. muss die Dämmung nach 20 Jahren auch wieder teuer als Sondermüll entsorgt werden. Im Brandfall kann sich Styropor als tödlicher Brandbeschleuniger erweisen. Die Dämmung erreicht mit Sicherheit nur eines. Sie macht die finanziellen Taschen leer.

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24.03.2017 | Martin Jürgensen

Eine nachträgliche Dämmung

mag sich zwar theoretisch lohnen, aber tatsächlich lohnt es sich nicht. Punkt 1: wenn die dämmung finanziert werden muus, geht ie gesamte Erparnis an die Bank. Punkt 2.: Wennman dieselbe Summe in eine Photovoltaik anlage steckt, Windrad Anteile kauft, oder auch nur irgendeinen guten Aktienfond, hat man die zehn bis 20zig fache Ersparnis bzw. Gewinn.. Punkt 3.: wenn schon energie sparen, dann lohnt es sich meist eher, gute fenster und eine moderne Heizung einzubauen. Das allein hat bei mir gut 30% Heizenergie jährlich eingespart. Die Heizung war defekt, also nicht mrtrechnen, die Fenster kosten etwa 5000,-, ohne Einbau- - das spart jedes Jahr ca 500 euro. Nach 10 J hat mans raus, und ab dann 500 pro Jahr "Gewinn". Anderes macht keinen Sinn

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24.03.2017 | John Johnson

Den Teufel tun ...

Einen wesentlichen Parameter für die Wirtschaftlichkeit der Dämmung sollte man nie vergessen, nämlich das Alter des Hausbesitzers. Im zarten Alter von über 70, und eigentlich in jedem Alter, sollte man den Teufel tun, Geld für etwas zum Fenster hinauszuwerfen, dessen Amortisation man nicht mehr erleben wird. Es ist schon eine Frechheit, dass die Umweltfundamentalisten dies alles vorschreiben und einem auch noch nagelneue Autos aus dem Verkehr ziehen weil, sie nicht den Utopien ihrer unausgegorenenTräume entsprechen. Eine wirklich sinnvolle Investition in die Zukunft ist die Unterstützung von Parteien und Organisationen, die diesem Treiben entgegenwirken und hoffentlich ein Ende bereiten.

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24.03.2017 | dieter weis

Dämmung

Die Einsparungen sind nach 20 Jahren eher zu gering angegeben. Wir haben unseren angebauten Bungalow (Bj. 1979) in 2008 mineralisch dämmen lassen und sparen etwa 15% Gas. Dazu kommt das Wohlfühlen im Haus, früher gab es immer an den Außenwänden Kälteabstrahlungen, jetzt nicht mehr. Wir haben die Investition der Dämmung nicht bereut. Sollte die Außendämmung zu teuer sein, kann man mit der Kellerdecke anfangen.

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24.03.2017 | Gerdi Franke

Augenwischerei

Es lohnt sich nie. Zumindest nicht für Bestandshäuser. Denn da muss ein Gesamtsystem Heizung-Lüftung-Dämmung vorhanden sein. Und das kann man nur bei Neubauten hinbekommen. Nicht berücksichtigt ist dabei noch die Feuergefahr und die Umweltbelastung durch Styropordämmung!

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